top of page

Tauchen mit Babys

  • Autorenbild: KEG Hamburg
    KEG Hamburg
  • 30. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Kaum ein Thema wird im Babyschwimmen so kontrovers diskutiert wie das Tauchen. Wir erklären, warum wir auf sanfte Rituale statt Zwang setzen, was es mit dem sogenannten Tauchreflex auf sich hat und wie Eltern die Entscheidung gemeinsam mit ihrem Kind treffen können.


Grundsätzlich gilt, dass sich alle Eltern innerhalb des Kurses gegen das Tauchen Ihres Kindes im Babyalter entscheiden können. Diese Entscheidung wird von uns respektiert und unterstützt – ganz ohne Druck oder Bewertung.


Warum überhaupt tauchen lernen?

Wir bieten diese Aktivität ab dem Kurs „De Drüppelchen", also mit etwa 7 Monaten an, da wir bemerken, wieviel lebendiger wassergewöhnte Babys in diesem Alter werden. Dabei kann es passieren, dass es auf dem Arm von der Mama oder dem Papa im lebendigen Spiel kurz untertaucht. Um in solchen Momenten Schreck und Unsicherheit zu vermeiden, führen wir Eltern und Kind sanft und spielerisch an das Tauchen heran.


Was ist der Tauchreflex?

Der sogenannte Tauchreflex ist ein angeborener Schutzmechanismus, der sich in der Zeit im Fruchtwasser entwickelt hat. Er sorgt dafür, dass Babies beim Untertauchen automatisch den Atem anhalten. Dieser Reflex ist jedoch nur bis etwa zum 12. Lebensmonat aktiv (manchmal auch schon ab dem 4. Monat nicht mehr nachweisbar).

Das bedeutet: Babys müssen das Verhalten im Wasser aktiv erlernen.

Die Bezugsperson – meist Mutter oder Vater – spielt beim Tauchen eine zentrale Rolle: Sie ist Vorbild, gibt Sicherheit und bleibt stets im Kontakt mit dem eigenen Kind.

Ritualisiert z.B. mit einem bestimmten Lied, ein klares Signal und durch das Vormachen des Tauchens durch Mutter/ Vater gibt es in einer fortgeschrittenen Stunde des Kurses in gemeinsamer Absprache eine Bewegungsunterstützung, die das Kind unter Wasser zur Mutter/ zum Vater hin gleiten lässt.

Die Kinder zeigen dabei meist reflexhafte Körperbewegungen, die das Hin zur Bezugsperson unterstützen.


Danach: Nähe und Zuwendung

Nach jedem Tauchgang ist Zuwendung und Geborgenheit besonders wichtig. Das Baby soll sich sicher, verstanden und geliebt fühlen. In der darauffolgenden Stunde erkennt das Kind oft das Ritual wieder – und kann sich selbst äußern: durch ein fröhliches Mitmachen, aber auch durch Abwenden oder „Schimpfen“.


Unser Grundsatz: Beim kleinsten Zweifel von Seiten der Kursleitung oder der Eltern oder der kleinsten Auffälligkeit des Kindes (Müdigkeit, quengelig, Erkältungszeichen) wird der Tauchgang nicht durchgeführt.


Positive Erfahrungen stärken das Vertrauen


In den meisten Fällen erleben wir, dass Babys durch dieses behutsame Heranführen immer unerschrockener und freudiger im Wasser werden. Das Tauchen wird so zu einer Erfahrung, die das Vertrauen zwischen Eltern und Kind stärkt – und die Freude am und dass Selbstverständnis  im Wasser weiter wachsen lässt.






Mutter und Baby beim Babyschwimmen

bottom of page