Warum Babyschwimmen oder Wassergewöhnung?
- KEG Hamburg

- 2. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Viele Eltern fragen sich: Ab wann darf mein Kind ins Wasser? Wir erklären, warum Babyschwimmen ab 4 Monaten empfohlen wird und welche Vorteile es für Bindung, Entwicklung und Wohlbefinden hat.
Ob ein Kind mit seiner Mutter oder dem Vater schon im Babyalter ins Wasser geht, hängt zunächst von der Freude der Eltern an dem Element Wasser ab. Manche Motivation bezieht sich auch auf die Furcht eines Elternteils vor dem Wasser: „Mein Baby soll es damit leichter haben und gar nicht erst ängstlich werden.“
Auf jeden Fall beginnen Mutter/Vater und Baby schon von dem ersten gemeinsamen Wasserkontakt an, in die Welt des Wassers hineinzuwachsen und sich selbst als wirksam zu erfahren.
Wir beginnen im Alter von vier Monaten, da viele Babys dann bereits die Kopfkontrolle erlernt haben und beginnen gezielter nach Gegenständen zu greifen. Ab diesem Alter wird der Wahrnehmungs- und Erlebensradius größer - perfekt, um die Wasserwelt gemeinsam zu erkunden und sich motorisch individuell weiterzuentwickeln.
Babyschwimmen hat viele positive Effekte:
Bindung stärken: Das feine Band der Liebe zwischen Eltern und Kind hat viele Farben. Die Bindung zwischen Eltern und Kind findet ihren Ausdruck schon gleich nach der Geburt. Der erste Blick, das Kennenlernen über riechen und fühlen, über gemeinsame Bewegung machen uns sensibel für das kleine Baby, seine Reaktionen und Bedürfnisse. Die Begleitung in die Welt, die Einladung, in der Welt immer mehr anzukommen wächst auch durch das gemeinsame Erleben im Wasser. Es stärkt das Gefühl der Verbundenheit, von Nähe und Vertrauen, schafft Leichtigkeit und lädt dadurch ein, sich immer mehr und individueller kennenzulernen, zu erfahren und auch darin auf stabile Weise zu wachsen.
Entwicklung begleiten: Bewegung im Wasser unterstützt Motorik, Gleichgewichtssinn und Körperwahrnehmung. Das Zusammenspiel der Wärme des Wassers, die Leichtigkeit in der Bewegung, das Schweben und auch der Widerstand den das Wasser bietet, laden auf leichte Weise ein mit der Unterstützung der Bezugsperson, den Bewegungsradius stetig und stabil zu erweitern- sich selbst im eigenen Tempo immer mehr als wirksam zu erfahren.
Wohlbefinden steigern: Die warmen Temperaturen, der Körperkontakt und der Auftrieb des Wassers wirken beruhigend auf das Baby und sorgen nach der ersten möglichen Unsicherheit in der neuen Umgebung für Entspannung auf beiden Seiten. Damit wachsen das Vertrauen zu sich selbst und die Fähigkeit, sich im eigenen Tempo in die Wasserwelt hinein zu entwickeln.
Verdauung erleichtern: ein hilfreicher Nebeneffekt der Bewegung im Wasser, der Leichtigkeit, die Körperteile miteinander in Beziehung zu bringen, fern von der Wirkung der Schwerkraft ist, dass dadurch die Spannung im Körper sinkt. Dies wirkt sich auch positiv auf die Darmmotorik aus und hilft dem Baby, sich nach dem Schwimmen leichter von Luft und Stuhlgang zu befreien. Hinweis: in nur sehr seltenen Fällen entleeren sich Babys in die Schwimmwindel, solange sie im Wasser sind. Dazu sind sie viel zu beschäftigt.
Hast du dich dafür entschieden, einen Wassergewöhnungskurs für Babies zu besuchen, beginnt auf jeden Fall eine schöne und verbindende Zeit, die euch beide immer vertrauter und sicherer macht.
Wasser ist ein Element, dass verbindet, die Räume zwischen Menschen füllt, so, wie Musik den Raum im Außen.



